Kaufvertrag für Hunde

Welpe läuft auf einer WieseAuf dieser Seite bieten wir unseren Kaufvertrag für Hunde kostenlos zum Download an. An dieser Stelle gleich vorab: Unser gesamtes Team besteht nur aus Tierfreunden. Der hier angebotene Vertrag ist, ähnlich wie zum Beispiel der Musterkaufvertrag für Pferde, etwas besonderes. Es handelt sich um den Kauf bzw. Verkauf von einem Lebewesen. Der Besitzer wechselt, was aber nur formal eine Rolle spielen sollte. Wir stellen diese Dokumente ausdrücklich nur für den verantwortungsbewussten Umgang mit Hunden zur Verfügung.

Kaufvertrag für Hunde herunterladen

Der Musterkaufvertrag steht über die folgenden Links für Sie bereit. Es werden mehrere Dateiformate angeboten. So finden Sie für jedes Office-System eine passende Vorlage.

Hinweise zur Haftung: Wir übernehmen keine Haftung für angebotene Dokumente. Die Verwendung erfolgt vollständig auf eigene Gefahr. Wir bitten dafür um Verständnis, dass nur so dieses Angebot möglich ist. Siehe auch die Erläuterungen auf unserer Startseite.

 

Hunde sind keine Ware!

Bevor weitere rechtliche Aspekte besprechen und Informationen rund um den Kauf von Hunden auf den Plan rücken, hier noch einmal der klare Hinweis: Ein Hund ist ein Lebewesen! Wir bieten zwar einen Kaufvertrag für Hunde an. Diese rechtliche Sichtweise darf aber niemals das Mitgefühl für andere Lebewesen beeinflussen. Ein Züchter ist kein Hersteller, Produzent oder Lieferant. Er hat das Glück Hunde zusammenzuführen und die wunderbaren Wege der Natur zu begleiten und zu unterstützen. Uns liegen dabei vor allen Dingen die Vierbeiner am Herzen. Natürlich sollen alle Tiere mit Respekt behandelt werden. Immer. Aber gerade wenn es um den Handel geht, blenden hier viele eben diese Tatsachen aus.

Verstehen Sie uns nicht falsch. Es ist absolut OK Geld mit der Zucht von Welpen zu verdienen. Ich beschränke dabei auch die Marge gar nicht. Es fließt viel Zeit in die Zucht. Die darf selbstverständlich finanziell ausgeglichen werden! Sie können von dieser Leidenschaft sogar leben? Ich könnte mich nicht mehr für Sie freuen! Am Ende des Tages sollte es nur verdient sein. Bieten Sie den Tieren ein sauberes, hygienisches und friedlichen Zuhause. Auch jeglicher Verzicht auf Gewalt versteht sich von selbst.

Auf die Gesundheit achten

Es gibt leider nicht nur Züchter die Hunde wirklich lieben. Was genau falsch läuft lässt sich leider nur im Einzelfall beantworten. Werden die Tiere nicht gut behandelt steht jedoch meist pure Profitgier im Vordergrund. Diesem Gebaren kann man leider rechtlich nur schwer den Garaus machen. Das Problem: Bis eine gesetzliche Handhabe vorliegt, wurden häufig Welpen und/oder ältere Artgenommen schon über einen längeren Zeitraum falsch behandelt.

Hier sind die Käufer in der Pflicht. Sie erkennen häufig vor-Ort wenn Menschen mit reiner Gewinnabsicht am Werk sind. Wer als Züchter betätigt und Tiere nicht mit Respekt behandelt, sich zu wenig kümmert oder Tiere sogar quält hinterlässt spuren. Das können die hygienischen Umstände sein. Achten Sie genau auf die Lebensumstände der Tiere. Gibt es genug Platz? Riecht es nach Kot oder Urin? Liegen vielleicht Exkremente herum? Auch der allgemeine Zustand des Lebensraums gibt häufig Aufschluss.

Noch wichtiger: Das Verhalten, Auftreten und der Zustand der Tiere. Selbst wenn physisch keine Spuren hinterlassen werden, können immer noch die Psyche in Mitleidenschaft geraten. Sind die Tiere gemeinsam untergebracht? Werden einzelne evt. getrennt vom Rest gehalten? Vielleicht reagieren sie auch übermäßig ängstlich? Das kann zumindest hellhörig machen. Gleiches gilt für das Gegenteil. Gerade Welpen sind in der Regel munter und aktiv – solange sie nicht schlafen. Wirken sie teilnahmslos oder apathisch kann es auf Schlaf- und Beruhigungsmittel hindeuten. Ein absolutes No-Go!

Die große Bitte: Achten Sie bewusst auf eine liebevolle Umgebung beim Züchter. Wenn es Anzeichen für das Gegenteil gibt, sind Sie in der Macht etwas dagegen zu unternehmen. Kaufen Sie die Tiere nicht. Instinktiv möchten Sie die Hunde vielleicht „retten“. Nachhaltig spielt es aber den falschen Leuten in die Karten. Qualität der Zucht steht und fällt mit dem Züchter. Es liegt in der Verantwortung des Käufers keine zweifelhaften Bedingungen zu akzeptieren. In gravierenden Fällen hilft es ohnehin mehr den Tierschutz zu benachrichtigen.

Beim Kauf beachten

Es gibt beim Kauf eines Hundes verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Es geht am Ende auch darum sich selbst zu schützen. Es ist natürlich schwer ein Tier abzulehnen. Aber noch schwerer ist vielleicht ein krankes Tier beim Sterben zu begleiten. Es gibt hier zwei Perspektiven. Wenn ein Tier gesundheitliche Probleme aufweist, bedeutet das vielleicht eine kürzere Lebenserwartung. Eventuell müssen Sie mit höheren Kosten für den Tierarzt rechnen. Ebenso braucht es mehr Aufmerksamkeit und mehr Zeit für die Pflege. Als Erwachsener können Sie die souveräne Entscheidung für diese Situation treffen. Schwieriger ist es wenn Kinder involviert sind. Der normale Abschied nach einem Hundeleben ist schon schwer. Zwischen 12 und 15 Jahren sind bereits für viele Rassen ein hohes Alter. Sie möchten sicher durch die Anschaffung von einem Hund nicht von Beginn an Leid ins Haus holen – so hart das auch klingen mag.

Sie sollten daher beim Kauf auf den Zustand des Tieres achten. Macht er einen gepflegten Eindruck? Ist es zutraulich? Welchen Eindruck machen die Augen? Wie reagieren die Kinder? Wie reagieren die Hunde auf die Kinder? Ist das Fell sauber und gepflegt? Tränen die Augen eventuell? Achten Sie auch auf einen Impfpass und die schriftliche Zusicherung, dass der Hund entwurmt wurde. Bevor ein Welpe abgegeben wird, werden die Tiere im Normalfall von der Mutter entwöhnt. Es sollte also auch genau auf den Geburtstermin wert gelegt werden. Sie dürfen den Welpen nicht zu früh vom Muttertier trennen. Vielleicht können Sie aber vorab schon aus dem Wurf Ihren Welpen wählen? Ein tolles Arrangement! Ggf. können Sie die Jungtiere bis zur Übergabe weiterhin besuchen. Das erhöht die Bindung an Sie. Gleichzeitig ein gutes Zeichen im Bezug auf den Züchter.

Ein Kaufvertrag ist trotzdem richtig

Neben aller Tierliebe und Romantik ist ein Kaufvertrag wichtig. Er sichert Käufer und Verkäufer rechtlich ab. Grundsätzlich kann ein Kaufvertrag für Hunde, genau wie jeder andere auch, mündlich zustande kommen. Aber auch hier ist es schwer bis unmöglich Vereinbarungen zu beweisen. Die Schriftform gilt daher als gegeben.

Laut BGB §90 sind Hunde rechtlich wie Gegenstände anzusehen. Das kann aber nur bedingt gelten. Weder Züchter noch Tier ist eine Maschine. Hier obliegt vieles dem Willen und Zufall der Natur. Weder Farbe, Gesundheitszustand, die Größe oder mögliche Krankheiten (rechtlich gesehen „Mängel“) lassen sich immer beeinflussen. Immerhin fährt hier kein Automobil vom Fließband.

Aus dieser Rechtssprechung ergibt sich auch ein interessanter Umstand: Gegenstände können neu und gebraucht verkauft werden. Ein Hund ist ein Tier. Er wird nicht „genutzt“. Er wechselt maximal den Besitzer. Doch auch hier wurde vom Gesetzgeber vorgesorgt. Welpen bis zu einem Alter von ca. 4 Monaten (16 Wochen) gelten als „neu“. Daraus folgt auch, dass es eine „Gewährleistungsfrist“ von 24 Monaten gibt.

Eine weitere Besonderheit, die aus der Bewertung als „Gegenstand“ folgt: Die Handhabung von Mängeln. Übertragen auf Lebewesen kann nur der Gesundheitszustand bewertet werden. Werden Welpen verkauft, wird eine zeitnahe Untersuchung vom Tierarzt vorab fällig. Im Zuge der Impfung und möglicher Wurmkur attestiert der Arzt, dass das Tier klinisch gesund ist. Gleichzeitig wird ein Gesundheitspass sowie ein Impfpass ausgestellt. Diese Dokumente begleiten das Tier sein Leben lang.

Angaben im Kaufvertrag

Im Kaufvertrag für den Hund sollten verschiedene Aspekte erfasst werden. Ohne nun jegliche Angaben im Detail auszuführen, hier die wichtigsten Informationen.

Wie in jedem Vertrag müssen Kauf und Verkäufer mit Namen und jeweiliger Anschrift erfasst werden. Hinterlegen Sie den Namen, Geburtstag, Geschlecht, Farbe und weitere besondere Merkmale im Vertrag. So „identifizieren“ Sie ihn. Ebenfalls anzugeben: Die Chip- bzw. Tätowierungsnummer. Sollte der Hund einmal verloren gehen, haben Sie so eine Bestätigung, dass Sie der Besitzer sind.

Bei Hunden mit Stammbaum muss auf weitere Details geachtet werden. Dazu gehört der Zwingername, Stammbaumnummer, Zuchtverein und weitere Details. Auch der Kaufpreis ist natürlich wichtig. Lassen Sie sich auch Impfung und die Erstuntersuchungen der Welpen im Vertrag bestätigen. Im besten Fall wird sogar Name und Anschrift des Tierarztes erfasst.

Achten Sie auch auf die Anlagen. Das sind ggf. ein Stammbaum, in jedem Fall der Impfass sowie Ergebnisse und Befunde der tierärztlichen Untersuchung. Zu guter letzt: Eine Rechnung sollte natürlich ebenfalls ausgestellt werden!

Tiere nicht verschenken

Ein Tier ist in keinem Fall ein passendes Geschenk. Obwohl dies schon lange gepredigt wird, stören sich einige Menschen nach wie vor nicht am Schicksal der tierischen Freunde. Wer seinen Kindern bspw. einen Hund schenkt, der hat die Verantwortung am Ende selbst. Sind Sie bereit die zu tragen?

Jedes Jahr werden viele Tiere in Tierheimen abgegeben, weil Besitzer sich über die Konsequenzen nicht bewusst waren oder keine artgerechte Haltung bieten konnten. Das muss nicht sein! Noch schlimmer: Nach wie vor ist die Zahl der ausgesetzten Tiere erschreckend hoch. Wollen Sie einem anderen Lebewesen wirklich so etwas antun?